Über mich

Plant your garden and decorate your own soul instead of waiting for someone to bring you flowers.

Jorge Louis Borges

Ich könnte viele Gründe aufzählen, warum ich diesen Blog starten möchte und wie ich auf die Idee dazu gekommen bin, doch eigentlich ist der Kern von allem besonders eines: Dieser Blog ist für mich ein großes Zeichen, um Mut statt Angst zu wählen. Die Angst war schon seit meiner Kindheit mein ständiger Begleiter, zwischendurch mal stärker, dann mal wieder weniger präsent. Doch eines war dabei immer konstant: Je mehr ich versucht habe sie wegzudrücken, desto größer wurde sie – bis sie mich vor zwei Jahren dann letztendlich in Form von Panikattacken eingeholt hat. Sie hat mein Leben auf den Kopf gestellt und mich extrem herausgefordert. Ich bin durch sie an meine Grenzen gekommen und oft verzweifelt, doch diese Zeit hat mich gerade dadurch wieder zurück zu mir gebracht und ich habe gelernt zu vertrauen – nicht nur in mich, sondern auch in das Leben. 

Was beschäftigt mich?

Darum möchte ich jetzt mutig sein und euch von meinem Weg erzählen: Von all den kleinen und großen Gefühlen, die mich bewegen, von meinen Ängsten und all den Seiten an mir, die ich vielleicht noch nicht so gut annehmen kann. So war zum Beispiel auch meine Hochsensibilität etwas, das ich lange Zeit nicht akzeptieren wollte und über das ich mich jedes Mal wieder aufs Neue geärgert habe. Ich habe schon immer die Stimmungen und Gefühle von Anderen extrem stark wahrgenommen und habe sie dadurch schnell zu meinen eigenen gemacht. Gleichzeitig war ich schon als Kind schnell erschlagen von zu vielen Reizen um mich herum, war sehr empfindlich und habe mehr Zeit gebraucht, um mit Neuem zurecht zu kommen. Ich möchte euch mitnehmen, wie ich heute als hochsensibler Mensch durch die Welt gehe und wie ich diese Feinfühligkeit nach einem langen Kampf langsam mehr und mehr für mich nutzen lerne. Doch ich möchte auch über die Ruhe schreiben und wie ich gelernt habe, sie bewusst zu suchen – nicht nur in Achtsamkeit und Meditation, sondern vor allem in der Natur. Durch diese Stille schaffe ich es mich zu erden, wenn ich kurz davor bin abzuheben. Und ich habe vor allem gelernt, mir selbst wieder zuzuhören. Genau deshalb soll es hier um die leisen Töne gehen. Ich möchte dazu ermutigen, dass das Leben nicht immer nur laut und durchgetaktet sein muss, um lebenswert und besonders zu sein. 

Was möchte ich euch mitgeben?

In einem meiner liebsten Gedichte schreibt Rupi Kaur: „I learned vulnerability is always the right choice because it is easy to be cold in a world that makes it so very difficult to remain soft”. Das bringt es einfach so gut auf den Punkt. In unserer Gesellschaft wird alles schneller und besser, aber damit gleichzeitig auch oft unpersönlich und kalt. Dabei sehnen wir uns im Grunde doch alle danach, dass wir so angenommen werden, wie wir sind, ohne wenn und aber. Wir sehnen uns nach Wärme und Nähe, dass wir verstanden werden. Und das ist es, was ich euch gerne mit diesem Blog mitgeben möchte. Ich merke immer wieder, wie sehr es mir hilft, wenn ich mit Menschen in meinem Umfeld spreche, die sich ähnlich fühlen wie ich und mich verstehen. Wenn ich in Büchern von den Erfahrungen anderer lese, die mich wirklich berühren. Wenn ich ihre Geschichten in Podcasts höre und sie meine Gefühle nicht besser hätten in Worte fassen können. All das gibt mir das Gefühl, dass ich doch gar nicht so allein bin mit all meinen Gedanken und Gefühlen, wie ich lange Zeit gedacht habe. Und genau deshalb möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse gerne mit euch teilen: Meine kleine Sammlung an Geschichten und Erkenntnissen, die mich auf meinem Weg begleitet haben und es auch immer noch tun. Denn vielleicht gibt es da draußen ja jemanden, der das gerade braucht und einen Teil davon in seine Sammlung mit aufnehmen kann. 

Ich freue mich, wenn ihr mich in meinem Garten besuchen kommt! 🌻